Hintergrundinformationen zu einigen der Kleinlibellen, die im Bilderalbum Kleinlibellen gezeigt werden. Kleinlibellen erkennen sie vereinfacht gesagt an den schlankeren Körpern und daran, daß die Augen einen breiteren Abstand zueinander haben als bei den Großlibellen, wo sie fast immer oben in der Kopfmitte zusammentreffen.

 

Weidenjungfer mit Beute

Weidenjungfer mit Beute

Die Weibchen der Weidenjungfer – Lestes viridis – bohren die Rinde von Zweigen an, die über das Wasser hängen und legen dort Ihre Eier ab. Dafür suchen sie mit Vorliebe Weiden auf, daher auch ihr Name. Auf dem Foto hier sehen sie ein Männchen.

Junge Männchen der Weidenjungfer haben einen eher grünmetallischen Körper. Mit zunehmendem Alter wird der Körper dann bronze- , bzw. kupferfarben.

 

sehr junges Männchen des Kleinen GranataugesGut getarnt

Ein junges noch unausgefärbtes Männchen des Kleinen Granatauges – Erythromma viridulum – das sich etwas abseits vom Ufer in der Wiese aufgehalten hat.

Das Auge wird einmal rot, der Körper zum Teil blau.

 

 

Gemeine Becherjungfer„Gemeine Becherjungfer“

Die Becherjungfer heisst eigentlich »Gemeine Becherjungfer« – Enallagma cyathigerum.

Biologen verwenden den Begriff »gemein« altmodisch im Sinne von »einfach« oder »normal«. Es hat nichts mit der Lebensweise (Libellen jagen und fressen andere Insekten) zu tun.

 

 

Blauflügel Prachtlibelle

Blauflügel Prachtlibelle

Leider kann der begrenzte Dynamikumfang eines »normalen« Fotos das schöne (metallische) Schimmern der Flügel nur eingeschränkt wiedergeben.

 

 

 

junge unausgefärbte LibelleJung und schön

Bei Kleinlibellen entwickelt sich die typische Färbung erst in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen. Das macht die Bestimmung »junger« Libellen schwierig.

Es handelt sich wahrscheinlich um eine Hufeisenazurjungfer – Coenagrion puella. Dann wird das Auge einmal blau. Jetzt ist das Auge noch ungefärbt und reflektiert das Licht und die Farbe der Umgebung.

 

Kleines Granatauge

Kleines Granatauge

Untypisch aber sicher. Dieses Männchen des Kleinen Granatauges – Erythromma viridulum – hält sich in Ufernähe aber nicht auf der Wasservegetation auf. An dem Teich an dem diese Aufnahme entstand, halten sie sich häufig außerhalb der Reichweite der vielen Frösche in den Büschen und an den anderen Pflanzen am Ufer auf.

Sicher ist sicher…

 

Kleines Granatauge - Paarungsrad

 

Bei den Weibchen des Kleinen Granatauges gibt es, wie bei vielen anderen Arten auch, verschiedene Farbvarianten. Die androgene (wie die Männchen gefärbte) Variante sehen sie hier bei dem Bild einer Paarung. Dieses Paar hält sich wie es für Gramataugen eigentlich typisch ist auf den Blättern der Wasserpflanzen auf.

 

 

Paarung mit PannenPannenpaarung

Es ist nichts Ungewöhnliches, dass sich Eier bei der Paarung und manchmal auch bei der Eiablage an den Körpern der Libellen anhaften.

Hier sehen sie ein Paarungsrad der Hufeisenazurjungfer – Coenagrion puella.

 

 

Federlibelle von vorn, copyright: Maren Reinecke

 

Angespannt?

Fliehen oder nicht fliehen – ich glaube, das war hier die Frage.

Ein Männchen der „Gemeinen Federlibelle“ – Platycnemis pennipes.

Bei dieser Art stehen die Facettenaugen noch weiter auseinander als bei anderen Kleinlibellen.

 

 

 

Federlibelle Weibl. - copyright: Maren ReineckeIch bin ein Löwe …

Ein Weibchen der „Gemeinen Federlibelle“ – Platycnemis pennipes. Für diese Art sind die abgeflachten, verbreiterten und fischgrätartig beborsteten Beine typisch. In Deutschland kommt nur diese eine Federlibellen Art vor, in Europa insg. vier.

 

 

 

Gebänderte Prachtlibelle - Copyright: Maren Reinecke

Gebänderte Prachtlibelle – Weibchen

Die Gebänderte Prachtlibelle – Calopteryx splendens – lebt v.a. an langsam fließenden Bächen und Flüssen. Der weiße Fleck, das Flügelmal, ist typisch für die Weibchen dieser Art, entwickelt sich aber erst im Laufe der ersten Lebenstage.

 

 

 

Weibchen Grosse Pechlibelle (gelbe Variante) - Copyright: Maren ReineckeZwei Welten

Libellen sind für uns Geschöpfe der Luft – wir bewundern Ihre Schönheit und ihre Flugkünste – doch den größten Teil ihres Lebens verbringen sie als Larven im Wasser.

Bei den Weibchen der Großen Pechlibelle (Ischnura elegans) gibt es verschiedene »Farbvarianten«. Die hier gezeigte gelbe Variante ist nicht so häufig. „Madame“ ist gerade mit der Eiablage beschäftigt.

Und falls jemand über die Schärfe meckern möchte, sie liegt auf der Spiegelung im Wasser, was mir besonders gefallen hat und weshalb ich auch dieses Bild ausgewählt habe.