Hintergrundinformationen zu einigen der Großlibellen, die im Bilderalbum Großlibellen gezeigt werden. Großlibellen erkennen sie vereinfacht gesagt an den kräftigeren Körpern und daran, daß die Augen enger zusammenstehen als bei Kleinlibellen und oben fast immer in der Kopfmitte zusammentreffen.

 

Grosse Koenigslibelle im Flug - Copyright: Maren ReineckeGanz schön schnell …

Großlibellen (hier eine „Große Königslibelle“ – Anax imperator) erreichen im Flug Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h.

Libellen können ihre beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen und sind dadurch in der Luft so wendig, dass sie abrupt die Flugrichtung wechseln können. Es heißt sie können sogar rückwärts fliegen – was ich aber noch nicht beobachten durfte.

Ihre Beute (andere Insekten) fangen sie im Flug.

 

Grosse Koenigslibelle - Copyright: Maren ReineckeGroße Königslibelle im Flug

Die »Große Königslibelle« – Anax imperator – ist mit der »Blaugrünen Mosaikjungfer« zusammen die größte einheimische Libellenart. Sie erreicht eine Körperlänge bis 80mm und eine Spannweite bis 110mm.

 

 

Grosser Blaupfeil - Copyright: Maren Reinecke

 

Auf großer Bühne

Ein »Großer Blaupfeil« – Orthetrum cancellatum. Diese Art sitzt gern auf Felsen am Ufer. Von solch leicht erhöhten Ansitzen haben sie wahrsheinlich einen besseren Überblick.

 

 

Grosser Blaupfeil - Copyright: Maren Reinecke

Ich tu nichts – ehrlich!

Libellen können nicht stechen! Sie sind im Normalfall völlig harmlos – können aber wenn sie bedroht werden »beissen« – also nicht fangen! (Das ist ohne Ausnahmegenehmigung auch nicht erlaubt.)
Dieses Männchen (Großer Blaupfeil) sitzt übrigens auf meiner hellblauen Jeans außen am rechten Knie während ich drinstecke.

 

 

Grosser Blaupfeil - Weibchen - Copyright: Maren Reinecke

Was heißt hier eigentlich Blaupfeil?

Die Namensgebung bei Libellen richtet sich – wie könnte es anders sein – nach den Männchen, genauer deren Farbgebung und besonderen Merkmalen. Hier sehen Sie ein junges Weibchen des Großen Blaupfeils – Orthetrum cancellatum.
Beim Bild »Familienplanung« (Im Album direkt davor) können Sie ein älteres Weibchen sehen. Die Farbgebung bei den Weibchen verändert sich mit zunehmendem Alter doch deutlich.

 

Vierfleck - Copyright: Maren Reinecke

Vierfleck

Zusätzlich zu den vier Flügelmalen (ganz außen) hat der Vierfleck – Libellula quadrimaculata – noch vier weitere »Flecken« in der Mitte der Flügel.

 

 

 

Grosse Heidelibelle - Copyright: Maren Reinecke

Große Heidelibelle

Die Große Heidelibelle – Sympetrum striolatum – sucht sich, wie viele andere Großlibellenarten auch, gern einen erhöhten Ansitz, von dem aus sie dann jagen. Andere Arten patroullieren im Flug und sichten so ihre Beute.

 

 

Grosse Heide - männl. - Copyright: Maren ReineckeNicht lachen – nur schmunzelnIch muss bei diesem Bild immer schmunzeln. Vielleicht geht es Ihnen ja auch so.
Der Hintergrund ist übrigens nicht nachträglich, künstlich eingefügt, sondern das Ergebnis der gewählten Perspektive. Leicht von unten fotografiert, ist die Wiese, die den Hintergrund ergibt weit genug weg.

 

 

Grosse Heide - Weibl. - Copyright: Maren ReineckeGroße Heidelibelle – Weibchen

Dieses Weibchen saß neben einem Bach auf einem Feldweg. Da so ein Feldweg wenig attraktiv ist habe ich die Schärfentiefe mit der passenden Blende so knapp wie möglich gehalten und die Kamera parallel zur Libelle ausgerichtet. Dazu die Wahl der richtigen Perspektive – die Kamera auf Bodenhöhe – und so ein Bild gelingt. Das Unscharfe ist also nicht nachträglich per Bildbearbeitung manipuliert.

 

 

heidelibellen weibchen -detailausschnitt - Copyright: Maren ReineckeHeidelibellenweibchen – Detailausschnitt in der 50 Prozent Ansicht

Die genaue Art war anhand des Fotos nicht sicher bestimmbar. Wahrscheinlich handelt es sich um die Gemeine Heidelibelle – Sympetrum vulgatum. Zwischen den Augen verläuft ein schwarzer Streifen, nur ob dieser sich wirklich am Auge noch etwas nach unten ausdehnt – das wäre das Unterscheidungsmerkmal zur Großen Heidelibelle – kann das Foto nicht sicher klären. Es könnte auch Schatten sein. Es handelt sich um ein noch sehr junges Tier.

Auf diesem Detailausschnitt kann man sehr schön die Struktur des Komplexauges sehen. Früher nannte man sie Facettenaugen.

 

 

Feuerlibelle-männlich - Copyright: Maren ReineckeFeuerlibelle

Die Feuerlibelle – Crocothemis erythraea – ist eine Wanderlibelle die in früheren Jahren aus dem Mittelmeergebiet oft über die Alpen eingeflogen ist und immer öfter zu sehen war. Mittlerweile ist sie bei uns heimisch. Sie vermehrt sich prächtig – ja, ja der Klimawandel … Biologen sprechen, wenn sich eine Art vor Ort vermehrt von einer „bodenständigen Art“. Beim Männchen der Feuerlibelle (s. Foto) ist der gesamte Körper feuerrot gefärbt.

 

 

Zierliche Moosjungfer - Copyright: Maren ReineckeZierliche Moosjungfer (RL: 1)

Da die Zierliche Moosjungfer – Leucorrhinia caudalis – in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht geführt wird (RL:1), habe ich das technisch nicht ganz einwandfreie Bild hier aufgenommen.

Die Männchen der Zierlichen Moosjungfer halten sich i.d.R. weit vom Ufer entfernt auf den Blättern von See- und Teichrosen auf. Hier ist es mal eine andere Wasserpflanze.
Bei diesem Foto war die Libelle fast 5 m vom Ufer entfernt. Mit einer Körperlänge von nur 30mm blieb da nur der Griff zum Konverter – daher auch die schlechtere Qualität.