Naturfotografie ist eigentlich ganz einfach – es braucht nur etwas Talent, Zeit, Disziplin und eine Engelsgeduld …

„Wer etwas Besonderes sehen will,

muss auf das blicken, was andere nicht beachten.“

(chinesische Weisheit)

Begleiten sie mich, es gibt auch bei uns viel zu entdecken …

 

Neu auf dieser Website

 

Geschwistertrio etwa 9 Wochen alt - Copyright: Maren ReineckeGeschwistertrio – etwa 9 Wochen alt

Am 02. Juli 2016 ist dieses und die nächsten Bilder des Geschwistertrios entstanden. Endlich einmal blauer Himmel … !

Grauen oder doch zumindest milchigen mehr grau-weißen als blauen Himmel gab es ja auf den Fotos 2015 mehr als genug. Es ist übrigens oft dunstiger als man denkt – das zeigen dann aber leider die Fotos ziemlich gnadenlos…


trio infernale - Copyright: Maren ReineckeTrio infernale

An diesem Nachmittag sind sehr viele Bilder entstanden. Am Ende hatte ich mindestens 20 Bilder die ich „zeigenswert“ fand. Daraus habe ich dann 11 Fotos ausgewählt und bearbeitet (insgesamt etwa 20 Stunden Arbeit). In der Regel versuche ich dann noch stärker auszuwählen, was ich für die Naturfoto Website hier ja auch getan habe. Alle 11 Bilder finden Sie  auf  linden-stoerche.de und alle „haben etwas“ – es lohnt sich sicher sie anzuschauen.

 

Alle haben Hunger - Copyright: Maren ReineckeAlle drei haben Hunger

An diesem Nachmittag boten sich gleich zwei Gelegenheiten. Erst die Drei wie sie hintereinander stehen – Fotografen freuen sich immer über „Parallelitäten“ – und dann kurz darauf das Füttern.

 

 

 

Puuh geschaftt - Copyright: Maren ReineckePuuh – geschafft!

Es gibt Tage, da wartet man Stunde um Stunde auf eine echte Gelegenheit, manchmal vergebens. Oder noch „schlimmer“, wie letztes Jahr einmal geschehen, die Gelegenheit (das Füttern) ergibt sich nach 4 Stunden Warterei genau 1 Minute nachdem man die Kamera weggepackt hat. Dieses Jahr hatte ich Glück. Gehört auch dazu …

 

paarungsrad-hufeisen-azur-01 - Copyright: Maren Reinecke„Jippiieh“

Zwei Hufeisen-Azurjungfern bei der Paarung. Eigentlich erinnert es ja mehr an ein Herz (v.a. im unteren Bild) aber Biologen nennen es „Paarungsrad“ – vielleicht ja weil es manchmal so „gedehnt“ aussieht. Das nächste Bild ist kurz danach mit leicht veränderter Perspektive entstanden.

 

 

paarungsrad-hufeisen-azur-02 - Copyright: Maren ReineckeAus Zeit und Raum gefallen

Räumlichkeit in Fotos ist ein „Kann“ – kein „Muss“. Fotografieren heißt ja wörtlich übersetzt „Malen mit Licht“ und wie in der Malerei gibt es auch in der Fotografie verschiedene Richtungen oder auch einfach nur „Geschmäcker“.

Wenn wie hier das Ausblenden von Räumlichkeit fast auf die Spitze getrieben ist, dann kann das sehr irritieren. Manche Menschen reagieren mit Ablehnung „weil es so unnatürlich ist“. Mich faszinieren solche Bilder. Auch beim Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ – dem Oscar der Naturfotografie – werden immer wieder Bilder ausgezeichnet die bewusst ohne Räumlichkeit gestaltet sind.  Es ist einfach ein anderer Blick. In diesem Bild ist übrigens alles „natürlich“ – erzeugt ausschließlich mit Hilfe von Brennweite, Blende und Perspektive. Die Kamera „sieht“ nun mal anders als ein Mensch.

 

Augenwischerei - Copyright: Maren ReineckeAugenwischerei

Eine Hufeisen Azurjungfer (Coenagrion puella). Man kann bei Insekten häufiger beobachten wie sie sich mit einem Vorderbein über die Augen fahren. Vielleicht wischen sie sich dabei ja die Komplexaugen (früher nannte man sie Facettenaugen) sauber.

 

 

Feuerlibelle-männlich - Copyright: Maren ReineckeFeuerlibelle

Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) ist eine Wanderlibelle die in früheren Jahren aus dem Mittelmeergebiet oft über die Alpen eingeflogen ist und immer öfter zu sehen war. Mittlerweile ist sie bei uns heimisch. Sie vermehrt sich prächtig – ja, ja der Klimawandel ist nicht wirklich zu leugnen. Biologen sprechen, wenn sich eine Art vor Ort vermehrt von einer „bodenständigen Art“.

 

Hallo Welt - Copyright: Maren ReineckeHallo Welt

Ein wenn ich mich vor Ort nicht geirrt habe am gleichen Tag geschlüpftes Weibchen einer Heidelibellenart. Rechts oben sind Teile einer Exuvie zu sehen. Das ist die Hülle die übrigbleibt wenn eine Libelle schlüpft.

 

 

hallo-welt-01-detailausschnitt - Copyright: Maren ReineckeHallo Welt – Detailausschnitt

Wenn man Bilder für das Netz verkleinert, geht oft zwangsläufig die Detailschärfe verloren. Um zu zeigen wie schön scharf das Bild „Hallo Welt“ geworden ist, zeige ich hier einen Auschnitt in der 50-Prozent-Ansicht. Man kann hier auch erkennen wie klein die Tiefenschärfe ist. Das Bild ist übrigens wie alle aktuellen Libellenfotos mit der weiter unten schon beschriebenen Bridge-Kamera mit +3 Achromat aufgenommen.

 

Reh im Regen - Copyright: Maren ReineckeReh im Regen

Für dieses Bild kam meine Spiegelreflex zum Einsatz. Man kann den Regen auf dem Foto nicht sehen, aber man sieht, dass das Licht nicht gut war und die Empfindlichkeit entsprechend hoch (ISO 3600). So nah wie hier (etwas 30 – 35 Meter – das Bild ist anschließend zugeschnitten) war vorher noch kein Reh an mich und die Kamera herangekommen. So eine Freude als es näher kam… und ausgerechnet da war eine fette Wolke vor der Sonne und es fing an zu regnen… – irgendwas ist fast immer… Kurz nachdem ich dieses Bild gemacht hatte wurde der Regen stärker und ich musste Kamera und Objektiv unter meiner Jacke in Sicherheit bringen. Das Reh hatte mich bis dahin noch nicht bemerkt doch während ich so im Regen stand hat es wieso auch immer dann doch gemerkt, dass da jemand steht und lief weg – wirklich schade! Aber zumindest konnte ich mich dann bewegen und den Regenschirm vorholen und aufspannen…

 

Hufeisen Azurjungfer beim Mahl - Copyright: Maren ReineckeHufeisen Azurjungfer beim Mahl

Das Licht war schwierig – fast eine Gegenlichtsituation. Eine Unterbelichtung von -1.7 Blenden brachte die passende Belichtung. Aufgenommen mit der Bridge und dem +3 Achromaten, mit denen ich auch das nächste Bild und die Frösche fotografiert habe. Die Bildqualität (die sich in der 100% – Ansicht erste richtig beurteilen lässt) überrascht und überzeugt mich immer wieder aufs Neue.

 

Junges Weibchen der Großen Pechlibelle - Copyright: Maren ReineckeJunges Weibchen der Großen Pechlibelle

Die Weibchen der Großen Pechlibelle weisen eine erstaunliche Farbvielfalt auf.  Dieses hier ist aber noch sehr jung und noch nicht ausgefärbt. Während „die Farbe kommt“ gibt es dann spannende Variationen – wie bei Menschen in der Pubertät könnte man meinen. Und am Ende – ausgefärbt – gibt es dann weiterhin verschiedene Variationen, die es aber nicht mehr „ganz so bunt und chaotisch treiben“. Vielleicht kommen ja in den nächsten Wochen oder Monaten noch entsprechende Bilder hinzu. Ich fotografiere zur Zeit nach längerer Pause wieder viel und gern Libellen.